"Südstadt/Bahnhofsumfeld

Entwicklung des Gebietes zu einem urbanen Wohnquartier neuer Qualität, Stärkung der Potentiale und Beseitigung städtebaulicher Defizite
Die Stadt soll an den Bahnhof heranwachsen. Eine innenstadtnahe Stadterweiterung mit verdichteter Wohnbebauung und Nutzungsmischung von Büros und Geschäften in den Erdgeschossen entlang der Hauptachse Bahnhof – Innenstadt soll entstehen. Baulücken sollen geschlossen und Raumkanten insbesondere in der Achse Bahnhof – Innenstadt hergestellt werden. Öffentliche Räume wie der Bahnhofsvorplatz, Carlisle-Park, Mühlendamm, Am Mühlenteich, Waitzstraße, Munketoft und Bahnhofstraße sollen repräsentativ erneuert werden. Das Grundstück des Hallenbades kann durch Abbruch und ggf. Neubau der Feuerwehr vollständig städtebaulich neu gestaltet werden. Der Neubau einer Kindertagesstätte und die Ergänzung der Blockrandbebauung insbesondere zur Bahnhofstraße und zum Munketoft für Wohnzwecke werden angestrebt.
Fehlende Straßen- und Wegeverbindungen bzw. Erschließungen sollen hergestellt werden, um brach liegende Flächen im Bereich des Güterbahnhofs einer geordneten und hochwertigen städtebaulichen Entwicklung zuzuführen. Die Barrierewirkung der Bahngleise soll durch Verbesserung der Querungsmöglichkeiten gemindert und die Verbindung der Stadtteile verbessert werden. Wertvolle Grünflächen sollen genauso wie die Frischluftschneise im Güterbahnhofstal erhalten und entwickelt werden. Notwendige Gemeinbedarfs- einrichtungen sollen hergestellt und der Erhalt von Kulturdenkmälern und die Baukultur sollen gefördert werden.

Ausgangssituation:
In der Sitzung vom 30.11.2010 hat der Ausschuss für Umwelt, Planung und Stadtentwicklung und am 09.12.2010 die Ratsversammlung die Einleitung vorbereitender Unter- suchungen gemäß § 144 BauGB für das Untersuchungsgebiet „Südstadt/Bahnhofsumfeld“ beschlossen.
Ziel der vorbereitenden Untersuchungen war die Prüfung, ob Struktur- und Funktionsschwächen vorliegen, die eine förmliche Festlegung als Sanierungsgebiet rechtfertigen und zu klären, ob bzw. mit welchen Maßnahmen und welchem (Förder-) Mitteleinsatz die Beseitigung der strukturellen Mängel und Substanzschwächen möglich ist. Hierzu waren entsprechende Sanierungsziele aufzustellen und erste Maßnahmenvorschläge einschl. einer groben Kostenplanung zu erarbeiten und in einem ersten Gespräch mit dem Innenministerium abzustimmen.
Als Ergebnis der vorbereitenden Untersuchungen kann festgehalten werden, dass die Voraussetzungen zur förmlichen Festlegung eines Sanierungsgebietes für das vorgeschlagene Gebiet vorliegen.
Aus dem ursprünglichen Untersuchungsgebiet wurden das Brauereigelände einschließlich Fachhochschule und Landesamt für Landwirtschaft und ländliche Räume (LLUR), sowie das Bahnbetriebswerk Peelwatt und das Gebiet um die Waldorfschule mit Bahnteich ausgenommen. In diesen Bereichen wurden die Voraussetzungen zur Festlegung eines Sanierungsgebietes nicht vorgefunden.

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Luftaufnahmen Mai 2010 
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