Fruerlund-Süd

Auszeichnung 2015
Der Sonderpreis „Wohnumfeld“ des Deutschen Landschaftsarchitekturpreises 2015 geht an das Stadtumbau-Projekt zur Quartierssanierung von Fruerlund-Süd. Übergeben wurde die Auszeichnung im Rahmen einer Feierstunde im Auditorium Friedrichstraße in Berlin.

Rechtskräftig beschlossenes Sanierungsgebiet
Die Satzung der Stadt Flensburg über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebiets "Fruerlund-Süd" ist am 11.07.2010 in Kraft getreten.




Kurze Gebietsbeschreibung
Wohngebiet im Bestand mit kleinteiliger, maximal 3-geschossiger Mehrfamilienhausbebauung in Zeilenbauweise aus den 1950er Jahren, teilweise Reihenhausbebauung, vereinzelt Einzelhausbebauung mit insgesamt 870 Wohnungen.

Erschließung
Anbindung an das innerörtliche Hauptverkehrsnetz über die Mürwiker Straße, Anbindung an das überörtliche Hauptverkehrsnetz über die Mürwiker Straße/Adelbyer Kirchenweg an die Osttangente.

Soziale Infrastruktur
Die Grund- und Hauptschule Fruerlund befindet sich am Bohlberg unmittelbar südlich an das Gebiet angrenzend. Spielplätze befinden sich in unmittelbarer Nähe angrenzend an das Gebiet. Die Selbsthilfe-Bauverein eG bietet Räumlichkeiten für den Seniorentreff und ein Büchercafé.

Versorgungsstruktur
Bäckerei, Zeitschriften, kleiner Lebensmittelhandel am Willi-Sander-Platz (mit dem Abbruch entfallen), Versorgungs-zentrum an der Mürwiker Straße / Fichtestraße.

ÖPNV
Haltestellen der Linien 3 und 7 an der Mürwiker Straße mit Anbindung in alle Richtungen.

Naturpotentiale
Unmittelbare Nähe zum Volkspark.

Wohnraumentwicklung
Die Bebauung aus den 1950er Jahren weist einen hohen Instandsetzungs- und Modernisierungsbedarf auf. Ein großer Teil der Wohnungen ist mit 30–50 qm Wohnfläche sehr klein und lässt zeitgemäss nur noch eine Nachfrage kleiner Haushaltsgrößen zu. Aufgrund der zu erwartenden hohen Sanierungskosten wird es mittel- bis langfristig einen teilweisen Rückbau und Ersatz von Wohngebäuden geben. Damit können dann Ausstattung und Größe des Wohnraums an eine familienorientierte Nachfrage angepasst werden, auch barrierefreies Wohnen kann im Neubau ermöglicht werden. Grundsätzlich wird es zu einer qualitativen Aufwertung des Wohnungsangebotes kommen, wobei sich die Anzahl der Wohneinheiten durch Grundrissänderungen und Ersatzbau-
vorhaben insgesamt verringern wird.

Maßnahmen und Ziele
  • Aufwertung und Sanierung des Wohnungsbestandes bei teilweisem Rückbau und Neubauvorhaben
  • Schaffung eines heterogenen Wohnungsangebotes für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen (Singles, Paare, Familien, Senioren)
  • Erhalt und Stabilisierung der Nahversorgung
  • Ausrichtung der sozialen Infrastruktur auf die Bewohner
  • Neuordnung des ruhenden Verkehrs

 

           
 
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Luftaufnahme Mai 2010
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Begrenzung Sanierungsgebiet
PDF [163 kB]