Nördliche Altstadt

Aufhebung der Sanierungssatzungen 2016
Die Ratsversammlung der Stadt Flensburg hat am 13.10.2016 die Aufhebung der Sanierungssatzung „Flensburger Altstadt“ für den Teilbereich Oluf-Samson-Gang für die Grundstücke Oluf-Samson-Gang 3 – 30 sowie Schiffbrücke 28, 29, 30 als Satzung beschlossen.



 

Sanierungsgebiet "Flensburger Altstadt"
1974-2016       Überblick - Eckdaten


Beginn der Stadtsanierung in Flensburg

Das 1971 in Kraft getretene Städtebauförderungsgesetz (StBauFG) gab Städten und Gemeinden erstmals ein wirksames Instrumentarium zur Sanierung an die Hand. Als eine der ersten Städte der Bundesrepublik erteilte die Stadt Flensburg den Auftrag für vorbereitende Untersuchungen.

Im Januar 1974 erfolgte die förmliche Festsetzung als Sanierungsgebiet für den ersten Teilbereich - die Blöcke 6 / 8 "Schiffbrücke" und Block 10 "Norderhofenden" zwischen Rathausstraße und Oluf-Samson-Gang.

Für die Nördliche Altstadt ergaben sich folgende Zielsetzungen:
  • die Wohnfunktion sollte erhalten, gesichert und ausgeweitet werden,
  • die Abwanderungstendenz der Innenstadtbevölkerung sollte durch Einrichtung ruhiger Wohnhöfe mit Grünflächen und Freiräumen sowie vielfältiger Fußwegeverbindungen gestoppt und umgekehrt werden,
  • ein differenziertes, zeitgemäßes Wohnungsangebot für verschiedene Bevökerungsgruppen sollte verfügbar werden,
  • die öffentliche Infrastruktur sollte ergänzt werden,
  • attraktive Einkaufsbereiche sollten durch Verbesserung der Erschließung und Erhöhung des Parkplatzangebotes geschaffen werden,
  • die innerstädtischen Funktionen sollten durch räumliche Zusammenfassung gestärkt werden,
  • die Innenstadt sollte vom Durchgangsverkehr freigehalten werden,
  • zur Belebung der Erholungsfunktion sollten Freiräume entstehen, zur Freizeitnutzung sollte die Fördeuferzone ausgebaut werden,
  • das historische Stadtbild sollte durch Pflege und Modernisierung der Altbausubstanz erhalten bleiben, Neubauten sollten sich unter Wahrung und Beachtung der Grundsätze eines erlebbaren, identifizierbaren und maßstabsgerechten Stadtbildes und sensibler Stadtgestaltung einfügen.


Der Beginn der Flensburger Sanierung fällt in eine Zeit, in der man sich bereits auf historische Werte besann. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass es in Flensburg lediglich Ansätze der in früheren Jahren üblichen Flächensanierung gab.

Nach dem Sanierungskonzept 1976 sollten erhalten bleiben:
  • das Typische an der Flensburger Bauweise,
  • die individuell gestaltete, geschlossene Blockrandbebauung mit Wohnungen in den Obergeschossen und Laden- und Gewerbeflächen im Erdgeschoss,
  • eine Vielzahl von Höfen im Blockinnern mit ihrem vielfältigen Nutzungsangebot, das von Läden und Handwerksbetriebe über Büros bis hin zu Wohnungen reicht,
  • das insgesamt vertraute und abwechslungsreiche Stadtbild.


Mit den Beschlüssen der Ratsversammlung wurde in den Jahren 1979, 1984 und 1985 das Sanierungsgebiet um die Bereiche Schloßstraße (zwischen Marientreppe und Schloßstraße) sowie der Grundstücke nördlich des Oluf-Samson-Ganges und schließlich um den Gesamtbereich zwischen Toosbüystraße und Nordertor erweitert. Das Sanierungsgebiet umfasste damit die gesamte nördliche Altstadt.

In weiten Teilen der Nördlichen Altstadt mussten die Sanierungsarbeiten Ende der 90er Jahre beendet werden, obwohl noch nicht alle Ziele erreicht worden waren. Die Rahmenbedingungen, insbesondere die knappen Städtebauförderungsmittel in dieser Zeit haben die Stadt gezwungen, Prioritäten zu setzen und auf manche an sich wünschenswerte Maßnahmen zu verzichten. Die Sanierungssatzungen wurden nach und nach aufgehoben.

Gleichzeitig wurden die Sanierungsziele durch
  • Bebauungspläne
  • Gestaltungs- und Erhaltungssatzungen
  • privatrechtliche Vereinbarungen

gewährleistet, soweit dies möglich war. Bestimmte Bereiche, in denen nach wie vor das Bedürfnis, ggf. Sanierungsrecht anwenden zu können, gesehen wurde, sind als „Sanierungsinseln“ zunächst in der förmlichen Festlegung verblieben.

2000
Aufhebung der Sanierungssatzungen in Teilbereichen

Aufgrund des Beschlusses der Ratsversammlung der Stadt Flensburg vom 27.05.1999 wurde die Satzung über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes Flensburger Altstadt vom 31.03.1988 für den Bereich zwischen Rathausstraße -nördliche Seite- und Am Nordertor / Neustadt aufgehoben.

Ausgenommen hiervon waren die 7 Teilbereiche ("Sanierungsinseln"):
  • Norderhofenden 23 / Speicherlinie 2a
  • Norderstraße 43 – 45
  • Gebiet zwischen Oluf-Samson-Gang und Herrenstall
  • Schiffbrücke 43 – 45 / Norderstraße 80
  • Schiffbrücke 59
  • Schiffbrücke 64 – 65 / Norderstraße 128
  • Bereich Oluf-Samson-Gang

2008
Aufhebung der Sanierungssatzungen in Teilbereichen

Mit Beschluss der Ratversammlung der Stadt Flensburg vom 10.04.2008 wurde die Satzung über die Aufhebung der Satzung über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes „Flensburger Altstadt“ in Teilbereichen hinsichtlich der im förmlich festgelegten Sanierungsgebiet enthaltenen 6 Teilbereiche aufgehoben.

Ausgenommen hiervon blieb der Teilbereich Oluf-Samson-Gang (Oluf-Samson-Gang 3 - 30, Schiffbrücke 28,29,30), da die festgelegten Sanierungsziele für diesen Bereich im Rahmen rechtlicher und praktischer Möglichkeiten weiter verfolgt werden sollten.

Von der Aufhebung ausgenommen blieb ebenfalls die Östliche Altstadt. Diese wurde mit Beschluss vom 19.11.2009 aufgehoben. Gebiets-Steckbrief Östliche Altstadt

2016
Aufhebung der Sanierungssatzung im Teilbereich

Mit Beschluss der Ratsversammlung der Stadt Flensburg vom 13.10.2016 wurde die Satzung über die Aufhebung der Sanierungssatzung „Flensburger Altstadt“ für den Teilbereich Oluf-Samson-Gang (Oluf-Samson-Gang 3 - 30, Schiffbrücke 28, 29, 30) beschlossen.

 

           
 

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Luftaufnahme Mai 2010
PDF [364 kB]


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Rahmenplan 1996  PDF [553 kB]