Tag der Städtebauförderung

Die Städtebauförderung hat das Bild unserer Städte und Gemeinden in den vergangenen 40 Jahren entscheidend mitgeprägt. Seit 1971 haben Bund, Länder und Kommunen mit dieser gemeinsam getragenen Politik eindrucksvolle Erfolge in der Stadterneuerung erreicht. Die Beteiligung der Öffentlichkeit war und ist heute mehr denn je ein zentraler Faktor für eine erfolgreiche Gebietsentwicklung mit Mitteln der Städtebauförderung. Nicht immer ist dies den Akteuren vor Ort bekannt.

Städtebauförderung in Flensburg
Flensburg ist eine Stadt im ständigen Wandel. Die einstige Pädagogische Hochschule am Stadion ist längst einem Einkaufszentrum und einer Senioren-Wohnanlage am Volkspark gewichen. Stattdessen thront die jetzige Europa-Universität neben der Flens-Arena der Champions-League-Helden und Fachhochschule auf dem Hügel des Campusgeländes. Nur eines von zahlreichen Beispielen, die sich im Laufe der Zeit und Gesellschaftsentwicklung verändert haben.
Als Stadt im Zentrum des deutsch-dänischen Grenzlands mit Wachstumsambitionen, die ihren BewohnerInnen eine hohe Lebensqualität bieten möchte, müssen in Flensburg daher zwangsläufig auch die Strukturen an z. B. steigende Studierendenzahlen, Flüchtlingsaufnahme und natürlich den allgegenwärtigen demografischen Wandel anpasst werden. Gleichzeitig gilt es, Wohnungsleerstände und Brachflächen zu vermeiden sowie die historisch gewachsenen Stätten und Kulturdenkmäler, die das Stadtbild auf so eindrucksvolle Weise prägen, für EinwohnerInnen, BesucherInnen und die Nachwelt zu erhalten. „Damit Städte [wie Flensburg …] neue Aufgaben und Herausforderungen besser bewältigen können, unterstützt der Bund die Herstellung nachhaltiger städtebaulicher Strukturen mit Programmen zur Städtebauförderung.“ Dazu gewährt der Bund den Ländern Finanzhilfen gemäß Artikel 104b Grundgesetz. http://www.staedtebaufoerderung.info/

Um diese Finanzhilfen, für die sich die Kommunen bewerben können, bemüht sich auch der Fachbereich Entwicklung und Innovation der Stadt Flensburg. Eindrucksvoll konnten so die nördliche und östliche Altstadt oder der Stadtteil Fruerlund-Süd saniert und erneuert werden. Derzeit werden u.a. im Rahmen des Projekts „Deutsch-Dänische Kulturachse“ vier historische Kaufmannshöfe, die durch Leerstand und Verfallsprozesse gefährdet sind, für eine künftige Instandsetzung und Modernisierung untersucht. Denn die Höfe der Kulturachse, die sich vom Flensborghus bis zum Deutschen Haus erstreckt, sind ein Denkmalensemble und damit nach Auffassung des Landesamtes für Denkmalpflege einzigartige Zeugnisse dänischer und deutscher Baukultur seit dem Mittelalter. Auch im Bahnhofsumfeld werden derzeit mit Mitteln der Städtebauförderung Untersuchungen und Planungen vorangetrieben, um das innenstadtnahe Quartier städtebaulich aufzuwerten und zu einem attraktiven Wohn- und Lebensstandort weiter zu qualifizieren. Am Tag der Städtebauförderung 2015 soll dieses Quartier in Flensburg im Mittelpunkt stehen.